Kampfpanzer Tiger

Der Tiger entstammt in den Grundzügen einem Entwicklungsauftrag von 1937 für einen mittleren Panzer als Nachfolger des Panzer IV. Sowohl Henschel als auch Porsche entwickelten diverse Prototypen, die aber allesamt abgelehnt wurden. Beide Firmen konnten die damit gemachten Erfahrungen einbringen, als im Mai 1941 das Entwicklungsziel auf einen schweren Panzer mit etwa 45 Tonnen Gewicht abgeändert wurde. Dieser schwere Panzer sollte eine starke Panzerung und eine leistungsfähige Kanone erhalten. Der VK 4501(H) von Henschel setzte auf einen konventionellen Antrieb mit einem Motor und Direktantrieb über ein Getriebe, der Turm war etwa mittig auf der Wanne angeordnet. Der VK 4501(P) von Porsche setzte auf einen komplizierten Antrieb durch zwei kleinere Motoren mit Generator, die den Strom für die letztlich antreibenden Elektromotoren erzeugten, der Turm war im vorderen Drittel der Wanne angeordnet. Der Turm wurde von Krupp eigentlich für den VK 4501(P) entwickelt, aber er wurde in leicht modifizierter Form auch im VK 4501(H) eingesetzt.

Am 20. April 1942 wurde jeweils ein fahrbereiter Prototyp vorgestellt, danach folgte die intensive Erprobung. Der Henschel-Panzer erhielt im Juli 1942 unter anderem aufgrund des weniger komplizierten und dadurch zuverlässigeren Antriebs den Vorzug und wurde zum Panzerkampfwagen VI, genannt Tiger. Die Serienproduktion begann im August 1942.


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